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September 1, 2014

Muß Rollenspiel realistisch oder reproduzierbar sein?

Filed under: Rollenspiel — Tags: — admin @ 23:06

Seit Anbeginn der Zeiten schwelt dieser Streit zwischen den Rollenspielern.

Ich glaube es gibt drei Fraktionen (ich denke immer an die drei).

1) Es muß realistisch sein

2) Ein fantastischer Realismus

3) kein Realismus

 

Zu 1)

Weder in einem SF noch in einem FSR Szenario kann es einen stringenten

Realismus geben. Die Zukunft ist nicht vorhersehbar, und eine Welt mit

Magie kann man nur konstruieren, nicht realistisch darstellen. Die

Anhänger dieser Positionen nehmen die Rolle von Star Trek / Star Wars

ein, die sogenannten TechTalk schwafeln. Dies kann zu interessanten

Büchern führen, die untersuchen ob beamen möglich ist. Das macht das

ganze aber keinesfalls realistischer. Eine genaue Simulation eines

Kampfgeschehens an einem Spieltisch mit fiktiven Zahlenwerten ist nicht

erreichbar.

Zu 2)

Ein Bekannter von mir sagte, daß eine Welt, in der die Aktionen der

Spieler an einem fantastischen Realismus geprüft werden, sein Ideal sei.

Da ich seine Meinung zum Rollenspiel sehr schätze habe ich mir Gedanken

darüber gemacht. Auf seine Anregung habe ich in THORG die folgende Regel

eingeführt: Ein Magier der mit einem Zauber ein Schloß öffnen möchte,

muß einen bestimmten Wert in dem Talent Schlösser öffnen / schließen

besitzen. Das hat den Charme, daß der Magier nicht so schnell zur

eierlegenden Wollmichsau wird, da er erst zusätzliche Fähigkeiten

erlernen muß. Dieses Prinzip wird aber bei einer Teleportation oder

einem Feuerball schnell an seine Grenzen stoßen.

Zu 3)

Meiner Meinung nach sollte das Regelwerk nur eine Regel haben:

Wenn etwas passiert, muß es reproduzierbar sein.

Das heißt, wenn ein Spieler seinen Charakter einen Zauber wirken, oder

eine Fähigkeit nutzen läßt, soll das Ergebnis reproduzierbar sein. Oder

anders ausgedrückt: Wenn ein Wurf gelingt, sollte ein Ergebnis

eintreten. Bei einem Schadenszauber sollte also bei einem gelungenen

Wurf auf diese Fähigkeit bei einem, oder mehreren, Opfern ein Schaden

auftreten. Wie genau dieser Schaden bewirkt wird (Feuer, Säure,

Elektrizität o.ä.) ist egal. Auch die genaue Summe des Schadens ist

nicht konstant. Nur daß ein Schaden Eintritt ist relevant. Wie ein

Feuerball / Blitz / Eissturm eintritt oder funktioniert ist egal, in der

uns bekannten „Realität“ können wir diese Ereignisse nicht in dieser

Form willentlich herbeirufen.

 

Fazit: Je mehr mit einem Pseudo-Realistischem Auftritt erklärt wird,

desto mehr Zauber geht verloren. Dann nutze ich auch keine Fantasie mehr.

 

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